
Licht brennt. Du darfst hineinsehen.
Ich schreibe am Fenster.
Draußen zieht die Welt vorbei – flüchtig, laut.
Das Blatt liegt vor mir, der Stift hält meine Hand.
Ich vergrabe mich im Papier.
Doch manchmal hebe ich den Kopf,schaue hinaus.
Schweife ab.
Denke weiter.
Anders.
Wenn ich aufblicke, verliere ich einen Teil von mir im Draußen –
und führe zeilenweise Worte mit zurück.
Das Schreibfenster ist ein Moment der Offenheit.
Für einen Augenblick. Für einen Austausch.
Hier geht es nicht um fertige Texte.
Nur um das, was davor liegt:
Ein Gedanke, noch unsortiert.
Ein Impuls, der keiner Figur gehört – aber mir.
Ein Streiflicht aus der Werkstatt.
Dieses Fenster darf nicht ständig offen stehen.
Aber wenn du gerade vorbeigehst:
Verweile kurz, schau herein.





