Ich mache mal das Fenster auf. Es staubt. Hier wird gearbeitet.

Am zweiten Maiwochenende war ich kurzentschlossen am Meer. Das war dringend nötig. Ein Arbeitswochenende übrigens.

The Strandkorb Recordings.
Wie noch ausreichend erwähnt werden wird: ohne das teure neue Mikrofon. Ich hatte versäumt, es vorher in sandfreier Umgebung zu testen – mit Zeit und Ruhe zum Friemeln. So schön das Prachtwetter, so herrlich der Ausblick – und dann sitze ich da und motze. Bringt wenig. Es ging dann auch ohne.

Am Freitagabend hatte ich mir meinen Samstagskorb ausgesucht – schön nah am Wasser, mit viel Freiraum drumherum, damit ich die Nachbarn nicht störe. Ausgesucht und direkt gebucht. Jaha, per Strandkorbbutler-App.

Ein Strandkorbschlüssel taucht in meiner Geschichte auf. Diese Schlüssel sind in der Realität der neuen Saison verschwunden. Es gibt jetzt ein Schloss mit RFID-Chip. Handy dranhalten – zack, offen.

Praktisch. Die poetische Qualität des Vorgangs muss man sich allerdings noch erarbeiten. Kein Grund für mich, meine Geschichte umzuschreiben. Pfft.

Ach, und meine Deepfakes bastle ich am liebsten ohne KI. Mal sehen, ob das klappt.


Die Geschichte:
Die Nachtsandgilde.
Genauer:
Die Nachtsandgilde – Ankunft.
Woran man erkennt: Das ist der erste Teil.
Das mag beruhigend oder beängstigend sein. Oder einem egal.
Egal.

Der Arbeitstitel von Kapitel 1, das ich vor zwei Jahren lieben Menschen zum Lesen gab, war … tadaa:

Opferküste.
Ach ja. Klingt cool, oder? Die Bilder, gell?
Aber nee.
Das klingt einfach zu sehr nach einem Nordsee- oder Ostseekrimi, der bald in der ARD laufen wird. Klaus-Peter Wolf macht das dann schon. Spannend – ja. Aber nicht passend, sagt die Vernunft.

Aber ach … die Opferküste. Nein. Aber … nein.

Vielleicht ein Deal …
Wenn schon, dann müsste der Titel auf Englisch sein:
Victim, Prey, Offering
Prey Coast.
Deine Gebete zerschellen unerhört.
Oder:
Sacrifice Coast.
Was du hier versenkst, taucht niemals wieder auf.

Dark Romance, mindestens. Auch verlockend. Ich könnte meinen guten alten Duke of Earl of Grey oder wie er hieß – den formidablen Herrn Aston Martin – wiederbeleben.

Letzte Nacht träumte ich, ich sei zurück in Cobblestone Hall. Ich presste meine heiße Stirn gegen die eisigen Grundmauern, doch nichts konnte die allesverzehrende Glut—

Nein. Definitiv nicht.
Aber.

Also … vielleicht ein kleines Kapitelchen?
Nein. Der Preis, den die Lachmuskeln der fremdschämenden Leserschaft zahlen müssten – zu hoch. Das will keiner.
Darüber nachzudenken schadet dennoch nie. Manchmal springt dabei ein hübscher Titel heraus. Immerhin. Tapferes Lächeln. Nimm ihn dir, Klaus-Peter, Ostfriesenkrimigott!

Ach ja – ich habe auch schon einen Titel für ein Sachbuch:
Dämonen für Dummies.
Wer will?


Wo war ich?
Ach ja.

Die Nachtsandgilde.
Was ich schon mal verraten kann:

Federica.
Wir treffen sie zum ersten Mal bei der Splitterlese. Federica und ihre Leitlinien. Wenn man einfach alles befolgt – was man ja will – und sein persönliches Regelwerk regelmäßig pflegt und lebendig hält, bleibt alles gut. So ist das im Leben, gell?

Wir reiben uns an den Routinen.

Ich wünsche viel Freude – im Leben sowieso und vielleicht auch mit einigen meiner Zeilen.

Alles zur Nachtsandgilde findet sich künftig unter der gleichnamigen Blog-Kategorie – und vielleicht bald auch in Buchform.

Danke fürs Lesen. Man sieht sich.

Hinterlasse einen Kommentar

Angesagt